Selbermachen statt kaufen

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen nach und nach Dinge selbst zu machen. Es hat mich einfach fasziniert nicht mit allem vom Supermarkt abhängig zu sein, selbst zu wissen, was drin ist und vor allem zu wissen, wie man was machen kann. Und ich finde es wahnsinnig toll, Dinge zu kreieren oder zu machen, die man sowieso nirgends kaufen kann. So ist es mit der Zeit immer mehr geworden. Am Anfang war es „nur“ die Marmelade. Dann ging es auch ans Waschmittel, was ich immer selber mache, Gemüse einlegen, Mehl mahlen, Brot und Brötchen backen, Salben und Hustensirup machen um nur einiges zu nennen. In letzter Zeit hab` ich nun auch den Joghurt und unsere Butter selbstgemacht und auch Käse habe ich schon ausprobiert. Und natürlich gehören auch meine getrockneten Kräuter für Tee absolut dazu. Somit hatte ich heute einiges auf dem Schrank zu stehen, wo ich früher nie gedacht (bzw. gewußt:-) hätte, daß ich das alles mal selber machen kann. Wer Spaß am Gärtnern, am Kochen und Backen hat, dem kann ich nur empfehlen, es auch zu machen. Denn auch wenn es natürlich (manchmal viel) Zeit in Anspruch nimmt, lohnt sich der Aufwand. Denn auch eine selbstgemachte Butter schmeckt anders, als eine gekaufte. Und die selbstgemachten Lebensmittel sind nicht nur gesund sondern machen auch satt!!! Ein selbstgebackenes Brötchen mit ordentlichen Zutaten macht mehr satt als zwei gekaufte! Das ist auch bei vielen anderen Lebensmitteln so. Es hat mich z. Bsp. bei Corneflakes irgendwann total genervt, daß die Kinder von einer Schüssel voll Flakes nicht satt wurden. Irgendwann hab` ich gesagt, was nicht satt macht, wird nicht mehr gekauft. Dann habe ich mal Corneflakes selbst gemacht. Die waren zwar nicht so formschön, aber siehe da, die Kinder waren schon nach einer halben Schüssel satt. Das sagt eigentlich schon alles über unsere Lebensmittelindustrie aus! Also nur Mut zum selbermachen … und nicht formschön schmeckt trotzdem.

Alles selbstgemacht… Brötchen, Butter, Himbeermarmelade und Lindenblütengelee.

Selbstgemachte Butter

Ich dachte immer, Butter machen ist eine Riesen – Wissenschaft. Aber so ist es gar nicht. Ich habe in einem Buch mich etwas belesen und dann einfach ausprobiert. Also ich habe ca. 1 – 2cm (Roh-) Milch in eine Auflaufform gegossen und diese dann 1 – 2 Tage im Kühlschrank stehen lassen. Dann hat sich oben drauf eine etwas dickere Schicht gebildet. Das ist der sogenannte Rahm. Den habe ich vorsichtig mit einem Löffel abgenommen und in ein Glas gefüllt. So und jetzt wird geschüttelt. Und zwar ein paar Minuten. Dann wird das Ganze erst fest und dann bildet sich ein Klumpen und extra Flüssigkeit. Das sind jetzt die Butter und die Buttermilch. Die Buttermilch abgießen (und trinken oder anderweitig verwenden) und sehr kaltes Wasser zu dem Butterstück geben und wieder etwas schütteln. Wenn das Wasser trübe wird austauschen. Das Ganze solange machen, bis das Wasser klar bleibt (ca. 2mal). So dann Wasser abgießen und fertig ist die Butter.

Ich war so stolz auf mein erstes selbstgemachtes Stück Butter. In den nächsten Tagen haben die Kinder geschüttelt. Und sie haben sich so über das jeweilige Ergebnis gefreut! Unsere Kleinste ist ganz aufgeregt durch`s Haus gerannt : „Ich habe Butter gemacht!“

Also ruhig mal ausprobieren. Lohnt sich bestimmt.

DIY Joghurt

Da haben wir mal was Neues ausprobiert. Und es hat funktioniert!!! Und ganz wichtig, es hat allen geschmeckt. Also erstmal die komplizierte Anleitung, die ich in einem Buch gefunden habe. Also die Milch auf 88° erhitzen, dann auf 44° abkühlen lassen und den Naturjoghurt einrühren. Jetzt bei 44° ca. 6 – 8 Stunden warmhalten oder in den Joghurtbereiter geben. Da ich aber die einfachen Sachen liebe und in Ermangelung eines Speisethermometers und eines Joghurtbereiters mir was anderes ausdenken mußte, habe ich „meine“ einfache Variante probiert. Und sie hat funktioniert. Also ich habe 1 Liter (Roh-) Milch bis kurz vor dem kochen erhitzt und dann wieder abkühlen lassen bis sie gut lauwarm war. Dann habe ich ca. 4 Eßlöffel Naturjoghurt mit dem Schneebesen eingerührt und alles in ein Glas gefüllt und zugeschraubt. Das Ganze habe ich zusammen mit einer Wärmflasche über Nacht in den geschlossenen Backofen gestellt. Und siehe da …. am nächsten Morgen hatten wir Joghurt. Den haben wir dann mit Ananas, Kokos und Zucker verfeinert. Wir haben ihn auch schon einmal mit eingeweckten Pflaumen probiert. Den Varitionen sind ja hier keine Grenzen gesetzt. Und wie immer gilt … ich weiß, was drin ist bzw. ganz wichtig was nicht drin ist.