Kirschblütensirup

Da die Kirschbäume ja gerade voll in Blüte stehen, habe ich dieses Jahr mal was ausprobiert. Ich hatte irgendwo gelesen, daß man aus den Blüten Sirup machen kann. Und da die alten riesigen Bäume Blüten ohne Ende haben, ging`s los zum sammeln bzw. pflücken. Die Schüssel war schnell voll also ab damit in die Küche. Das Grundrezept ist eigentlich immer gleich. Man nimmt 1 Liter Wasser mit 1 kg Zucker und einer in Scheiben geschnittenen Zitrone. Das wird alles zusammen aufgekocht und solange gekocht bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann etwas abkühlen lassen und die Kirschblüten einrühren. Diese werden jetzt braun wegen dem warmen Wasser, aber das stört nicht. So nun zugedeckt 3 Tage im Kühlschrank ziehen. Dann absieben und entweder gleich in den nächsten Tagen benutzen oder nochmal aufkochen und heiß in saubere Flaschen füllen. Ich habe das Ganze nochmal mit einer Vanilleschote aufgekocht. Je nach Geschmack mit mehr oder weniger Wasser verdünnen.

Der Geschmack ist schwer zu beschreiben. Die Hälfte der Familie mag es sehr die andere nicht. Aber wer`s nicht ausprobiert, wird nie wissen, wie es schmeckt.

geliebter Löwenzahn

Ja der Löwenzahn ist (leider) bei den meisten als verhasstes Unkraut bekannt. Ich liebe den Löwenzahn! Und ich freue mich jedes Jahr, denn wenn er zu blühen anfängt, dann geht bei mir das Einmachen los. Nicht nur, daß er wunderschön und leuchtend gelb überall wie die Sonne scheint, er ist auch mega gesund und echt vielseitig verwendbar. Gestern habe ich den ersten Löwenzahngelee für dieses Jahr gemacht. Der schmeckt so lecker….

Dafür sammle ich so einiges an Blüten, übergieße sie mit Wasser, lasse das Ganze aufkochen (nicht vom Geruch abschrecken lassen, der ist nur beim Aufkochen!!!) und dann bleibt das zugedeckt über Nacht stehen. Am nächsten Tag werden die Blüten abgegossen und die Flüssigkeit mit Gelierzucker 2:1 aufgekocht (750ml auf 500g Gelierzucker). 3 Minuten sprudelnd kochen lassen und dann in saubere Gläser umfüllen, verschließen und ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Und dann ab damit auf den nächsten Frühstückstisch! Guten Appetit! 🙂

Knochenbrühe

Ich wollte schon ganz lange mal so eine Brühe wie zu Uroma`s Zeiten ausprobieren, denn die soll ja sehr gesund sein. Aber ich wollte dann schon auch Knochen von einem gut gehaltenem, gesundem Tier. Ein Bauer im Dorf hat Anfang dieses Jahres Schwein geschlachtet. Da haben wir unseren Jahresvorrat an Fleisch gekauft. Er hält seine Tiere gut, wir holen bei ihm auch immer unsere Milch, weil ich da die Kühe fast das ganze Jahr auf der Wiese nebenan rumlaufen sehe und ansonsten sehen wir sie immer beim Milch holen. Auch Rind schlachtet er einmal im Jahr, wo wir dann auch was von kaufen. Na jedenfalls haben wir uns diesmal auch Knochen geben lassen. Und da es heute kalt draußen war, habe ich meinen „Hexenofen“ angemacht und da hat nun den halben Tag die Brühe drauf gekocht.

In den Topf kommen geschälte und 2 – 3mal durchgeschnittene Möhren, 3 Zwiebeln halbiert, 3 Knoblauchzehen und was man an Kräuter mag und findet. Ich habe frische Kräuter aus meinem Garten genommen. Darunter waren Rosmarin, Thymian, Zwiebellauch, Ysop und Fenchel. Alles in einen großen Topf geben, Salz und Pfeffer dazu, mit ca. 2 Liter Wasser auffüllen und mindestens 3 Stunden köcheln lassen. Ich habe es 6 Stunden auf dem Herd gehabt. Man kann das dann sofort trinken oder einfrieren. Wir haben einen Teil gleich gegessen und den Rest habe ich eingefroren. Es war auf jeden Fall lecker und ich werde das in Zukunft auch öfter machen. Der Winter bietet sich dafür an, weil erstens geschlachtet wird und zweitens mein „Hexenofen“ an ist und ich so keinen Strom für meinen „normalen“ Herd verbrauche.

Knochenbrühe enthält viel Kollagen, Mineralstoffe usw. Sieist gut Für unsere Knochen, Muskeln, Immunsystem; Gelenke uvm. Außerdem wird hier etwas sinnvoll verwendet, was sonst einfach ungenutzt weggeworfen wird.

Mein „Hexenofen“

Statt gekaufter Gemüsebrühe

In der gekauften Gemüsebrühe ist ja leider nicht wirklich viel Gemüse drin. Dafür allerlei komische Sachen, von denen man gar nicht weiß, was es ist oder sich fragt, was es da drin tut. Dabei kann man anstelle der gekauften Brühe eine Gewürzpaste selbst machen und diese genauso benutzen.

Dafür brauchst Du 1kg Gemüse Deiner Wahl. Also z.Bsp. Möhren, Tomaten, Porree, Zwiebeln, Paprika, Sellerie und / oder was Dir sonst noch so einfällt bzw. schmeckt. Auch Kräuter, wie Petersilie sind eine gute Zutat. Das wir alles gesäubert und klein geschnitten. Dann kommt das alles zusammen in einen (Hochleistungs – ) Mixer zusammen mit Salz und Öl. Hier nimmt man pro 1kg Gemüse 200g Salz und 2 Eßlöffel Öl. Anschließend in Gläser füllen und verschließen. Bei mir hält diese Menge ca. 3 Monate, dann ist es alle. Ich benutze die Paste für Suppen, aber auch manchmal für Soßen. Und sie wird jedesmal anders. Denn es kommt immer anderes Gemüse oder Kräuter rein. So wie es gerade da ist.

Also ruhig mal ausprobieren. Es macht Dein Essen lecker und vor allem hochwertiger und somit gesünder. Denn hier weißt Du wenigstens, was drin ist. Nämlich nur das, was auch reingehört.