Eichelmehl

Es ist absolut faszinierend, was uns die Natur alles bietet. Und das völlig kostenlos. Man muß es nur wissen und dann natürlich auch machen. Vor ein paar Jahren haben wir angefangen Mehl aus Eicheln zu machen. Seitdem mache ich das (fast) jedes Jahr. Ich nehme es zum Plätzchen backen oder auch zum Backen von Brot. Es wird mit einem beliebigen Getreidemehl gemischt. So…wie wird das Eichelmehl nun gemacht? Nachdem man die Eicheln gesammelt hat, gebe ich sie immer in eine große Schüssel mit Wasser. Alle die jetzt oben schwimmen, werden aussortiert. Der Rest kommt nass in den Backofen für ein paar Minuten. Bei den meisten platzt jetzt die Schale auf. Nun können sie geschält werden. Anschließend kommen sie wieder in eine Schüssel mit Wasser um die Bitterstoffe zu entfernen. Das Wasser wechsle ich einmal täglich. Bis es nicht mehr braun ist. Das dauert ca. 3 Tage. Jetzt werden sie gerieben, auf einem Backblech getrocknet und dann fein gemahlen. Entweder mit einem Hochleistungsmixer oder auch mit einer Getreidemühle o.ä. Fertig ist das Mehl. Zugegeben, das ist etwas Arbeit, aber es ist auch eine ganz besondere Zutat, die es nirgends zu kaufen gibt (hab‘ ich jedenfalls noch nicht gesehen). Außerdem ist es wie alle Nahrungsmittel aus der Natur gesund, frei von jeglichen Menschen gemachten Stoffen und kostenlos. Den gesunden Waldspaziergang gibt’s noch dazu.

Kürbisbrot

Ja, nun ist wieder die Erntezeit auf vollen Touren. Und auch unsere Kürbisse sind zahlreich. Da hab` ich mal ein Kürbisbrot gebacken und das ist wirklich lecker und nur zum Nachmachen zu empfehlen. Außerdem ist es einfach. Du brauchst natürlich Kürbis. Ich habe hier einen Hokkaido genommen. Der wird geputzt und dann bei 220° für ca. 45 Minuten in den Backofen gegeben, bis er schön weich ist. Jetzt das Kürbismus in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen. In eine Schüssel 650g Mehl, 1,5 Päckchen Trockenhefe, 1TL Salz, 1EL Dijonsenf und 3EL Olivenöl (oder auch anderes Öl) sowie den Kürbismus. Alles zu einem Teig verkneten und ca. 1 Stunde gehen lassen.

Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem glatten Teig kneten und in zwei gleiche Teile teilen und daraus zwei runde Brote formen. Diese auf eine gefettete Form legen und nochmal 30 – 40 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 220° vorheizen. Die Brote diagonal einritzen und 35 – 40 Minuten backen. Beim Backen unten ein Blech mit Wasser mit reinstellen.

Himbeerkuchen mit Vanillepudding

Die Himbeeren hängen dieses Jahr sehr voll bei uns, so daß wir nach der Marmelade auch mal einen Kuchen machen konnten. Den Teig hab`ich aus Mehl, Eier, Butter, Natron (man kann auch Backpulver nehmen), Mandelstifte, Milch und Marzipan gemacht. Alles zu einem Teig verrühren und bei 175° backen. In der Zeit Vanillepudding für einen Liter Milch kochen und dann auf den fertigen noch heißen Teig geben und zum Schluß die Himbeeren darauf verteilen.

Lavendelkuchen

Heute habe ich mal wieder was Neues ausprobiert. Da ja jetzt der Lavendel blüht und auch die Rosen bei und reichlich blühen, gab`s bei uns heute Lavendelkuchen. Dafür habe ich Lavendelblüten abgezupft und in Sahne erhitzt (nicht kochen), dann ca. eine halbe Stunde abgedeckt ziehen lassen. In der Zeit den Teig machen. Man kann einen ganz einfachen Teig nach Belieben nutzen. Ich habe folgendes genommen: 350g Mehl, 200g Zucker, 3 Eier, eine Prise Salz, Natron, 200g Butter, 150g geriebene Mandeln und die Lavendelsahne mit den Blüten. Alles verrühren und auf eine eingefettetes Blech geben. Für ca. 20 Minuten bei 180° backen und abkühlen lassen. Dann aus Puderzucker und Zitrone oder Wasser einen Zuckerguß machen und auch hier wieder abgezupfte Lavendelblüten dazugeben (je nach Geschmack…. je mehr Blüten, umso intensiver der Lavendelgeschmack!) dann den Guß auf dem Kuchen verteilen und mit frischen Rosenblütenblättern garnieren. (bei denen den weißen Blütenboden abschneiden) War mal was ganz anderes und für Menschen, die Lavendel lieben bestimmt genau das Richtige!

süße Holunderblüten

Der Holunder blüht in voller Pracht. Also kann man auch mal wieder etwas kulinarisch tolles zaubern. Überbackene Holunderblüten sind eine tolle Süßigkeit zum Kaffee. Dafür soviele Dolden pflücken wie man essen möchte (aber nicht den ganzen Strauch leer pflücken!!! :-). Den Teig aus Mehl, Ei, Milch und Natron (oder Backpulver) sowie eine Prise Salz zusammenrühren und dann die Blüten einzeln hineintauchen und in Öl ausbacken. Anschließend mit Puderucker bestäuben. Die dicken Stiele entfernt man beim Essen und läßt sie übrig.

Salbeibaugettes

Heute habe ich bei dem Regenwetter mal wieder die Zeit genutzt und habe was Neues ausprobiert. Der Salbei wächst und gedeiht ja prächtig im Garten, also habe ich heute Salbeibaugettes gebacken.Dafür habe ich eine Hand voll Salbeiblätter gepflückt. In einem Topf dann 80g Butter geschmolzen und dann je 350 ml Wasser und Milch dazu sowie die Salbeiblätter. Alles bei geringer Wärme ca. 30 Minuten ziehen lassen und anschließend die Blätter wieder entfernen. Dann habe ich 1kg Dinkelmehl, eine Prise Salz und 2 Packungen Trockenhefe in eine Schüssel gegeben. Nun die lauwarme „Salbeimilch“ dazugeben und alles zu einem Teig kneten und ca. 15 Minuten gehen lassen. Anschließend den Teig in 4 Kugeln teilen und 5 Minuten entspannen lassen. Jetzt ca. 50cm lange Rollen formen und dann doppelt nehmen und zu einem Zopf zusammen drehen. Wer möchte, kann noch Salbeiblätter als Deko auflegen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmal 10 Minuten ruhen lassen. In der Zeit den Backofen auf 210° vorheizen, dann die Baugettes in den Ofen, die Temperatur auf 185° reduzieren und für 25 Minuten backen.

selbstgemachte Pfannkuchen

Meine Oma hat unsere Pfannkuchen immer selbst gemacht. Das war bei uns in der Familie immer so und heute mache ich sie nach dem Rezept meiner Oma. Ja … es macht schon etwas Arbeit, aber dafür sind sie mit keinem Bäckerprodukt zu vergleichen.

Du brauchst dazu 1kg Mehl, 2 Packungen Trockenhefe, 20g Mandeln, 180g weiche Butter und einen halben Liter Milch. Daraus einen Hefeteig machen und gehen lassen. Dann den Teig ausrollen und auf einer Hälfte mit einem Glas (ein Whiskyglas hat die beste Größe) Abdrücke machen und auf jeden einen Teelöffel Pflaumenmus geben und den Rand mit verqurltem Ei bestreichen. Dann die andere Hälfte drüberklappen und die Pfannkuchen ausstechen. In einem Topf Öl erhitzen und die Pfannkuchen darin schön ausbacken, bis sie eine schöne, braune Farbe haben. Aus dem Öl nehmen und sofort in Zucker wälzen.

Ich weiß, viele kennen Pfannkuchen nur mit Marmelade. Ich kenne sie nur so. Aber jeder kann sie ja füllen, wie er möchte. Aber Ihr solltet es wenigstens mal mit Pflaumenmus probieren. Manchmal gab`s früher auch einen mit Senf gefüllt. 🙂 Aber dafür ist mir die Arbeit ehrlich gesagt zu schade und im Endeffekt wird er ja dann doch weggeschmissen:-(

gebackene Ahornblüten

Da wir gern mal was neues ausprobieren, was es nicht im Supermarkt zu kaufen gibt, haben wir heute zum Kaffee mal Ahornblüten gegessen. Erstmal nur ein paar, da wir ja nicht wußten, ob das Ganze auch schmeckt. Also ich habe dafür ein paar Ahornblüten von unserem Baum gepflückt und einen Teig angerührt. Und zwar aus Mehl, Ei, Salz, Natron und Milch. Eine Menge gebe ich diesmal nicht an, da es ja auf die Menge der Blüten ankommt. Dann Öl in eine Pfanne und erhitzen. Die Blüten durch den Teig ziehen und in Öl ausbacken. Anschließend haben wir sie noch mit Zimt – Zucker bestreut. Echt lecker. Man kann übrigens alle Ahornsorten benutzen.

Rhabarberkuchen

Heute gab es endlich Rhabarberkuchen. Für diesen Kuchen brauchst Du außer Rhabarber folgendes für den Boden: 350 g Mehl, 200g Zucker, 200g Marzipanrohmasse, 3 EL Milch, 6 Eigelb (das Eiweiß aufheben, das brauchen wir für den Belag), 220g Butter, etwas Vanillezucker und eine Messerspitze voll Natron (hier kann natürlich auch Backpulver genommen werden). Das alles zu einem Teig verarbeiten und auf ein gefettetes Blech verteilen. Jetzt den Rhabarber schälen und in Stücke schneiden, bis der Boden vollständig belegt ist und dann alles bei 175° für 20 Minuten backen. In der Zeit den Eischnee machen. Dafür die 6 Eiweiß mit etwas Zitronensaft mit dem Mixer zu Eischnee schlagen. 150g Zucker miteinrühren. Nach den 20 Minuten Backzeit das Blech aus dem Ofen nehmen, den Eischnee darauf verteilen und für weitere 15 Minuten backen, bis der Eischnee stockt und ganz leicht braun wird.

Käsekuchen mit Löwenzahn

Da ich ja vieles ausprobiere, habe ich heute mal einen Käsekuchen mit Löwenzahnblüten gebacken. Der sieht schon lecker aus durch seine satte, gelbe Farbe. Ich habe folgende Zutaten für den Boden benutzt: 75g Weizenmehl, 75g Maismehl, 75g Eichelmehl (das mache ich im Herbst immer selbst, das muß man aber nich benutzen, man kann auch einfach stattdessen weitere 75g Weizenmehl nehmen), 75g Zucker, 75g Butter und eine Messerspitze Natron. Alles zusammen in einer Schüssel zu einen Teig verarbeiten und in eine gefettete Springform als Boden verteilen.

Jetzt die Füllung. Dafür habe ich folgendes benutzt: 200g Frischkäse, 300g Quark, 150g Zucker, 100ml Sahne, 1 Packung Vanillepuddingpulver, 2 Eier, eine Messerspitze Natron und eine große Schüssel voll Löwenzahnblüten. Von den Blüten nur die gleben Blütenblätter benutzen. Diese kann man abzupfen oder mit einer Schere abschneiden, was wesentlich schneller und einfacher ist. Dann kommt alles in eine Schüssel und wird mit dem Stabmixer püriert zu einer glatten Masse. Die kommt auf den Boden.

So jetzt kommt alles bei 170° in den Backofen und wird dort für ca. 40 Minuten gebacken. Das Ergebnis sieht Super Klasse aus.

Es fasziniert mich immer wieder, was uns die Natur alles völlig kostenlos für tolle und gesunde Sachen zur Verfügung stellt. Und es ist so schade, daß die meisten nichts davon nutzen und stattdessen im Supermarkt, die mittlerweile oft bedenklichen Lebensmittel kaufen, die geschmacklich niemals mithalten können. Natürlich gehe auch ich im Supermarkt einkaufen, aber so oft ich etwas selbst nutzen kann, tue ich es. Und diese Kreationen gibt`s nie irgendwo zu kaufen.