Rhabarberkuchen

Heute gab es endlich Rhabarberkuchen. Für diesen Kuchen brauchst Du außer Rhabarber folgendes für den Boden: 350 g Mehl, 200g Zucker, 200g Marzipanrohmasse, 3 EL Milch, 6 Eigelb (das Eiweiß aufheben, das brauchen wir für den Belag), 220g Butter, etwas Vanillezucker und eine Messerspitze voll Natron (hier kann natürlich auch Backpulver genommen werden). Das alles zu einem Teig verarbeiten und auf ein gefettetes Blech verteilen. Jetzt den Rhabarber schälen und in Stücke schneiden, bis der Boden vollständig belegt ist und dann alles bei 175° für 20 Minuten backen. In der Zeit den Eischnee machen. Dafür die 6 Eiweiß mit etwas Zitronensaft mit dem Mixer zu Eischnee schlagen. 150g Zucker miteinrühren. Nach den 20 Minuten Backzeit das Blech aus dem Ofen nehmen, den Eischnee darauf verteilen und für weitere 15 Minuten backen, bis der Eischnee stockt und ganz leicht braun wird.

Streichkäse selbstgemacht

Da wir unsere Milch direkt vom Bauern holen, bietet es sich ja an viele Milchprodukte selbst herzustellen. Wenigstens ab und zu. Einen Käse zum streichen zu machen ist gar nicht so schwer und geht auch ziemlich schnell. Und die der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.

Ich nehme 1 Liter Milch und 1 TL Salz. Das wird zusammen aufgekocht und dann vom Herd genommen. Jetzt kommt ein Eßlöffel Essigessenz dazu. Auch eventuelle Kräuter o.ä. werden jetzt hinzugefügt. Alles in der nächsten Minute immer wieder mal umrühren und dann ca. 10 Minuten stehen lassen. In der Zeit trennt sich die Molke. Jetzt ein Sieb nehmen und mit einem Tuch auslegen und alles reingießen. Die Molke fließt jetzt ab und der feste Bestandteil bleibt im Tuch. Das zusammendrehen und so die Molke rauspressen. Dann einfach ein paar Stunden ruhen lassen. Jetzt die entstandene Käsekugel aus dem Tuch nehmen und fertig.

Fichtennadelsirup

Jedes Jahr im Mai fangen die Nadelbäume an auszutreiben. Die ganz jungen Triebe kann man für einen tollen Sirup verwenden. Ich schneide mir die jungen Triebe von unseren eigenen Fichten und übergieße sie mit Wasser. Dann lasse ich das Ganze aufkochen und abgedeckt über Nacht stehen. Am nächsten Tag alles absieben und mit Zucker (1 Liter Flüssigkeit auf 1kg Zucker) vermischen und dann solange einkochen, bis die gewünschte Konsistenz gegeben ist. Das kann mit unter 2 – 3 Stunden dauern. Man kann das auch mit z. Bsp. Tannennadeln o.ä. machen (nur nicht mit Eibe bitte, die ist giftig!!!)

Der Sirup wird bei uns gern auf`s Brötchen gemacht oder auch zum Süßen an den Tee. Besonders gern benutzen wir ihn auch bei Husten. Dann wird mehrmals täglich ein Teelöffel voll eingenommen. Das Gute daran ist, daß auch die Kinder den natürlich gerne nehmen!!!! 🙂

Buttervariationen

Butter verwenden wir sehr viel. Wir haben irgendwann die künstliche Pflanzenmagerine mit all ihren Zusatzstoffen einfach nicht mehr gekauft und benutzen seitdem nur noch die ganz einfache Butter. Der Vorteil daran ist auch, daß man sie fast unendlich verfeinern kann.

Heute gibt`s zwei Varianten. Einmal haben wir die Butter mit Rauke, Knoblauch, Knoblauchsrauke und Salz gemacht. Schmeckt sehr gut zu herzhaftem Brot.

Und einmal haben wir eine leckere Löwenzahnvariation gemacht. Hier habe ich nur die gelben Blütenblätter benutzt und noch mit Salz gewürzt. Man kann aber an Stelle von Salz auch Zucker oder Honig nehmen, dann hat man eine leckere, süße Butter zum Frühstück.

Kirschblütensirup

Da die Kirschbäume ja gerade voll in Blüte stehen, habe ich dieses Jahr mal was ausprobiert. Ich hatte irgendwo gelesen, daß man aus den Blüten Sirup machen kann. Und da die alten riesigen Bäume Blüten ohne Ende haben, ging`s los zum sammeln bzw. pflücken. Die Schüssel war schnell voll also ab damit in die Küche. Das Grundrezept ist eigentlich immer gleich. Man nimmt 1 Liter Wasser mit 1 kg Zucker und einer in Scheiben geschnittenen Zitrone. Das wird alles zusammen aufgekocht und solange gekocht bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann etwas abkühlen lassen und die Kirschblüten einrühren. Diese werden jetzt braun wegen dem warmen Wasser, aber das stört nicht. So nun zugedeckt 3 Tage im Kühlschrank ziehen. Dann absieben und entweder gleich in den nächsten Tagen benutzen oder nochmal aufkochen und heiß in saubere Flaschen füllen. Ich habe das Ganze nochmal mit einer Vanilleschote aufgekocht. Je nach Geschmack mit mehr oder weniger Wasser verdünnen.

Der Geschmack ist schwer zu beschreiben. Die Hälfte der Familie mag es sehr die andere nicht. Aber wer`s nicht ausprobiert, wird nie wissen, wie es schmeckt.

Spitzwegerich

Der erste Spitzwegerich ist auch wieder zu finden. Wir nutzen ihn gerne für Salat und vor allem frisch oder auch getrocknet für Tee. Heute haben wir ihn mal für was ganz anderes benutzt und haben uns ein lecker Getränk gemacht. Ich habe einfach eine Hand voll Spitzwegerich etwas kleingeschnitten und mit einem Liter Apfelsaft übergossen. Über Nacht stehen lassen und genießen.

Käsekuchen mit Löwenzahn

Da ich ja vieles ausprobiere, habe ich heute mal einen Käsekuchen mit Löwenzahnblüten gebacken. Der sieht schon lecker aus durch seine satte, gelbe Farbe. Ich habe folgende Zutaten für den Boden benutzt: 75g Weizenmehl, 75g Maismehl, 75g Eichelmehl (das mache ich im Herbst immer selbst, das muß man aber nich benutzen, man kann auch einfach stattdessen weitere 75g Weizenmehl nehmen), 75g Zucker, 75g Butter und eine Messerspitze Natron. Alles zusammen in einer Schüssel zu einen Teig verarbeiten und in eine gefettete Springform als Boden verteilen.

Jetzt die Füllung. Dafür habe ich folgendes benutzt: 200g Frischkäse, 300g Quark, 150g Zucker, 100ml Sahne, 1 Packung Vanillepuddingpulver, 2 Eier, eine Messerspitze Natron und eine große Schüssel voll Löwenzahnblüten. Von den Blüten nur die gleben Blütenblätter benutzen. Diese kann man abzupfen oder mit einer Schere abschneiden, was wesentlich schneller und einfacher ist. Dann kommt alles in eine Schüssel und wird mit dem Stabmixer püriert zu einer glatten Masse. Die kommt auf den Boden.

So jetzt kommt alles bei 170° in den Backofen und wird dort für ca. 40 Minuten gebacken. Das Ergebnis sieht Super Klasse aus.

Es fasziniert mich immer wieder, was uns die Natur alles völlig kostenlos für tolle und gesunde Sachen zur Verfügung stellt. Und es ist so schade, daß die meisten nichts davon nutzen und stattdessen im Supermarkt, die mittlerweile oft bedenklichen Lebensmittel kaufen, die geschmacklich niemals mithalten können. Natürlich gehe auch ich im Supermarkt einkaufen, aber so oft ich etwas selbst nutzen kann, tue ich es. Und diese Kreationen gibt`s nie irgendwo zu kaufen.

Rhabarbarzeit

Endlich ist es nun soweit und ich konnte heute den ersten Rhabarbar ernten. Wir jedes Jahr gab`s erstmal wieder ein bißchen Marmelade. Und diesmal auch einen Smoothie. Für den Smoothie habe ich noch Apfel und Mango dazugegeben. Das hat allen geschmeckt und ist verdammt gesund.

Die erste Rhabarbar – Marmelade dieses Jahr.

Bei dem Smoothie nicht zuviel Rhabarbar nehmen, da er sonst den Geschmack sehr dominiert und man von den anderen Zutaten nichts mehr schmeckt. Also ausgewogene Mischung = ausgewogener Geschmack.

Frischkäse mit Lärche

Heute gab`s zum Brot mal was Neues. Ich habe Frischkäse mit Salz, Pfeffer und Curry gewürzt. Dann habe ich ein paar junge, frische Gierschblätter kleingeschnitten und mit unter den Frischkäse gemischt. Da unsere Lärchen gerade die ganz frischen Nadeln haben, habe ich ein paar gepflückt und auch kleingeschnitten. Nun aus dem Frischkäse kleine Kugeln formen (was gar nicht so einfach ist 🙂 und dann in den Lärchennadeln rollen. Sieht toll aus auf dem Tisch und ist mal was anderes.

Und auch wenn die Kugeln nicht ganz perfekt aussehen, schmecken sie trotzdem! 🙂

Löwenzahnhonig

Das man aus dem wunderschönen Löwenzahn viel machen kann, schrieb ich schon in einen vorherigen Beitrag. Heute habe ich wieder unseren Vorrat an Löwenzahnhonig aufgefüllt. Also es ist ja kein richtiger Honig, sondern eher ein Sirup. Aber ich koche den immer so dick ein, daß er wie ein flüssiger Honig auf`s Brot oder Brötchen ist.

Der erste Schritt ist wie beim Löwenzahngelee. Trockene Blüten sammeln und mit Wasser aufkochen und abgedeckt über Nacht stehen lassen. Dann alles absieben und die Flüssigkeit (je nachdem wieviel … als Richtwert ca. 1 Liter Flüssigkeit mit 1 kg Zucker) mit Zucker aufkochen und dann solange kochen lassen, bis sich alles reduziert. Immer mal einen Löffel voll abnehmen und abkühlen lassen, um zu sehen, wie fest bzw. flüssig alles ist. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, dann heiß in saubere Gläser füllen, kurz auf den Kopf stellen und nach dem Abkühlen beschriften. Und dann guten Appetit!